Unter diesem Begriff versteht man das selektive Abtragen von Symbolen und Texten auf lackierten Kunststofftasten. Oftmals handelt es sich hierbei um einen weißen (aber auch rot und andere Farben) Grundkörper mit schwarzem Decklack. Durch den Laserabtrag kann bei Tag ein guter Kontrast erreicht werden, ebenso bei Nacht durch das Hinterleuchten der Tasten.

Benötigt man aus Kunststoff gefertigte Bedienelemente – wie etwa Schalter, Knöpfe oder Drehregler – und müssen diese mit einer bestimmten Symbolik beleuchtet sein um etwa bei Nacht erkennbar zu sein, so gibt es zweierlei Herangehensweisen.

Zum einen kann man derartige Teile mittels 2K oder Mehrkomponenten-Spritzgießen herstellen, was aber aufwändig und in der Regel unflexibel ist.

Das Mehrkomponenten-Spritzgießen dient der Herstellung von Spritzgussteilen, die aus zwei oder mehreren verschiedenen Kunststoffen bestehen. Im einfachsten Fall unterscheiden sich die Kunststoffe nur durch die Farbe, um so ein bestimmtes Design zu erzielen. Es können aber auch unterschiedliche Werkstoffe und damit unterschiedliche Eigenschaften gezielt kombiniert werden.1

In vielen Fällen einfacher ist es den Grundkörper aus einem – entsprechend der späteren Verwendung – eingefärbtem Kunststoff herzustellen und diesen dann mit einer Lackschicht zu versehen. Diese Lackschicht kann dann selektiv mit dem Laser abgetragen werden.

Dieses Verfahren birgt auch einige Herausforderungen. Von ganz entscheidender Bedeutung ist beispielsweise die Dicke der aufgetragenen Lackschicht. Da der Laser an sich ein Werkzeug mit einer nicht definierten Tiefenwirkung ist, kann man nur hochqualitative Ergebnisse erwarten, wenn auch die Lackierung entsprechend hochwertig ist. 2

Neben dem Teil und dessen Lackierung an sich ist natürlich auch entscheidend, welche Laserquelle zum Einsatz kommt. Während konventionelle – und preislich am niedrigsten angesiedelte – Faserlaser auf flachen Teilen ohne gehobene Geschwindigkeits- und Qualitätsanforderungen bereits gute Arbeit leisten können, benötigt man für stark gebogene oder gerundete Teile, sowie für spezielle Lacke und bei höheren Anforderungen Laserquellen die an diese Herausforderungen angepasst sind.

So kann es sinnvoll sein, ein Lasersystem mit einem großen Brennweitenbereich einzusetzen, ebenso wie Lasersysteme mit Quellen aus anderen Wellenlängen oder Pulsdauerbereichen. 3

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Fußnoten

  1. Quelle: Wikipedia
  2. Google-Suchergebnisse zum Thema Lackierung
  3. Wikipedia: Lasertypen und Wellenlängen
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